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# Linux-Rootserver & Docker-Homelab
- URL: https://netixforge.de/linux-rootserver-docker-homelab/
- Published: 2026-09-17T13:39:46.000Z
- Updated: 2026-09-18T08:41:47.000Z
- Description: Aufbau und Betrieb einer containerisierten Linux-Serverumgebung mit Docker Compose, Traefik, getrennten Netzwerken, Datenbanken und selbst gehosteten Diensten.
- Author: Manuel Kettner
- Tags: Projekt

### Projektübersicht

Auf meinem selbst administrierten Linux-Rootserver betreibe ich eine containerisierte Serverumgebung für verschiedene selbst gehostete Dienste. Die Umgebung dient mir sowohl für den produktiven Betrieb eigener Anwendungen als auch als Homelab, in dem ich Linux-Systemadministration, Docker, Netzwerke, Reverse Proxy, Datenbanken und Security praktisch einsetze und weiterentwickle.

Die einzelnen Dienste werden überwiegend mit Docker Compose betrieben. Für die Veröffentlichungen der Webdienste kommt ein zentraler Reverse Proxy zum Einsatz, während interne Docker-Netzwerke die Kommunikation zwischen den jeweiligen Komponenten ermöglichen.

Ziel des Projekts ist nicht nur der Betrieb einzelner Anwendungen, sondern der Aufbau einer nachvollziehbaren und wartbaren Serverinfrastruktur sowie die praktische Auseinandersetzung mit Betrieb, Fehleranalyse, Sicherheit, Updates und Backup.

### Architektur

Als Basis des Homelabs dient ein selbst administrierter Rootsever mit **Debian GNU/Linux 13 (Trixie)**. Die darauf betriebenen Anwendungen laufen überwiegend containerisiert mit **Docker und Docker Compose**.

Die einzelnen Anwendungen werden in getrennten Compose-Stacks betrieben und verfügen, soweit erforderlich, über eigene interne Docker-Netzwerke. Dadurch können beispielsweise Anwendung und Datenbank miteinander kommunizieren, ohne dass die Datenbank direkt nach außen veröffentlicht werden muss.

Für öffentlich erreichbare Webdienste kommt **Traefik** als zentraler Reverse Proxy zum Einsatz. Die betreffenden Container werden zusätzlich mit einem gemeinsamen Proxy-Netzwerk verbunden. Traefik übernimmt damit die Weiterleitung eingehender Verbindungen zu den jeweiligen Diensten.

Zu den derzeit betriebenen Diensten gehören unter anderem **Ghost, Nextcloud, Wiki.js, Kavita, Heimdall und Portainer**. Je nach Anwendung kommen zusätzliche Komponenten wie **MySQL, MariaDB, PostgreSQL und Redis** zum Einsatz.

Für **Nextcloud Talk** betreibe ich zusätzlich ein **High-Performance-Backend** mit **Janus, Coturn, NATS und einem separaten Signaling-Backend.**

| Komponente          | Aktueller Einsatz          |
| ------------------- | -------------------------- |
| Betriebssystem      | Debian GNU/Linux 13        |
| Containerisierung   | Docker                     |
| Orchestrierung      | Docker Compose             |
| Reverse Proxy       | Traefik                    |
| Datenbanken         | MySQL, MariaDB, PostgreSQL |
| Cache               | Redis                      |
| Collaboration       | Nextcloud + Talk HPB       |
| Dokumentation       | Wiki.js                    |
| Publishing          | Ghost                      |
| Containerverwaltung | Portainer                  |

![](https://netixforge.de/content/images/2026/09/ChatGPT-Image-17.-Sept.-2026--15_48_09.png)

### Betrieb und Administration

Der Betrieb des Homelabs umfasst neben der Bereitstellung der einzelnen Dienste auch deren laufende Administration und Wartung. Die Container werden über Docker Compose verwaltet und bei Änderungen oder Updates gezielt neu erstellt bzw. aktualisiert.

Bei Störungen erfolgt die Fehleranalyse unter anderem über Container- und Anwendungslogs, den Status der beteiligten Dienste sowie die Überprüfung von Netzwerkverbindungen und Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Komponenten.

Zur Administration gehören außerdem die Pflege der Linux-Serverumgebung, Paket- und Sicherheitsupdates, die Verwaltung der Docker-Netzwerke sowie die Konfiguration und Wartung der eingesetzten Reverse-Proxy-, Datenbank- und Anwendungsdienste.

### Praxisbeispiel Ghost-Migration

Im Rahmen der Weiterentwicklung von NetixForge wurde die bestehende Ghost-Installation von **Ghost 5 auf Ghost 6 migriert**. Die Anwendung wird als Docker-Container betrieben und verwendet eine separate **MySQL-8-Datenbank**.

Für die Migration wurde der bestehende Docker-Compose-Stack angepasst und die Container anschließend neu erstellt. Nach dem Start wurden Containerstatus und Logs kontrolliert, um die erfolgreiche Initialisierung der Anwendung und ihrer Datenbank zu überprüfen.

Im Zuge der Migration wurde außerdem die öffentliche Adresse der Webseite von **ghost.netixforge.de** auf **netixforge.de** umgestellt. Dazu wurden sowohl die in Ghost konfigurierte öffentliche URL als auch die Routing-Regeln des vorgeschalteten **Traefik Reverse Proxys** angepasst. Die bisherige Subdomain bleibt über eine permanente Weiterleitung erreichbar.

Nach der Migration wurde die Erreichbarkeit der neuen Domain über HTTPS geprüft. Gleichzeitig konnte ein zuvor bestehendes Kompatibilitätsproblem mit einem aktuellen Ghost-Theme behoben werden.

**Ausgangssituation:** Ghost 5 unter Docker-Stack   
**Ziel:** Ghost 6, aktuelle Theme-Unterstützung und `netixforge.de` als Hauptdomain  
**Umsetzung:** Docker Compose, MySQL 8, Traefik-Routing, TLS und Redirect  
**Validierung:** Container-Logs, HTTP-Status und externer Aufruf der Website

### Security & Hardening

Da mehrere Dienste des Rootservers öffentlich über das Internet erreichbar sind, ist die Absicherung der Serverumgebung ein wesentlicher Bestandteil des Homelab-Projekts.

Neben der Beschränkung öffentlich erreichbarer Dienste und der Trennung der Container-Netzwerke beschäftige ich mich mit der systematischen Überprüfung der Linux-Konfiguration und der schrittweisen Härtung des Systems.

Dabei werden Sicherheitsmaßnahmen nicht ausschließlich automatisiert übernommen. Festgestellte Abweichungen werden zunächst hinsichtlich ihrer Relevanz für die tatsächlich betriebene Umgebung bewertet, bevor Änderungen am System vorgenommen werden.

### Praxisbeispiel: Security-Audit mit OpenSCAP

Zur strukturierten Sicherheitsüberprüfung des Rootservers setze ich unter anderem **OpenSCAP** ein. Damit lässt sich die Systemkonfiguration anhand definierter Sicherheitsrichtlinien automatisiert überprüfen und es können Abweichungen von den jeweiligen Vorgaben identifiziert werden.

Die Ergebnisse des Audits dienen anschließend als Grundlage für eine manuelle Bewertung. Dabei wird zwischen tatsächlich relevanten Sicherheitsproblemen, sinnvollen Härtungsmaßnahmen und Einstellungen unterschieden, die aufgrund der konkreten Serverumgebung bewusst anders konfiguriert sind.

Nach der Umsetzung geeigneter Maßnahmen soll das System erneut geprüft werden, um Veränderungen nachvollziehbar zu machen und die Wirksamkeit der vorgenommenen Anpassungen zu kontrollieren.

### Backup & Recovery

Neben dem Betrieb der Dienste gehört die Wiederherstellbarkeit der Umgebung zu den wichtigsten Bestandteilen des Homelabs. Dabei müssen sowohl persistente Anwendungsdaten als auch Datenbanken und Konfigurationsdateien berücksichtigt werden.

Bei den Docker-basierten Diensten liegen persistente Daten außerhalb der eigentlichen Container. Dadurch können Container aktualisiert, ersetzt oder neu erstellt werden, ohne dass die zugehörigen Anwendungsdaten automatisch verloren gehen.

Besondere Aufmerksamkeit benötigen Datenbankdienste wie MySQL, MariaDB und PostgreSQL. Hier reicht es nicht aus, sich ausschließlich auf die Lebensdauer der jeweiligen Container zu verlassen. Daten und Sicherungsverfahren müssen so geplant werden, dass ein Dienst nach einem Ausfall oder einer fehlerhaften Änderung wiederhergestellt werden kann.

Zu einer vollständigen Backup-Strategie gehört für mich deshalb nicht nur das Erstellen von Sicherungen, sondern auch die Überprüfung, ob sich die gesicherten Daten tatsächlich wiederherstellen lassen.

### Monitoring & Fehleranalyse

Der zuverlässige Betrieb einer Serverumgebung erfordert neben der eigentlichen Konfiguration auch die regelmäßige Kontrolle der laufenden Dienste und eine strukturierte Fehleranalyse.

Bei Problemen beginne ich mit der Eingrenzung der betroffenen Komponente. Dazu gehören unter anderem die Überprüfung von Systemdiensten und Prozessen, die Analyse von System- und Container-Logs sowie die Kontrolle von Netzwerkverbindungen, DNS-Auflösung und erreichbaren Ports.

In der Docker-Umgebung nutze ich insbesondere Containerstatus und Logs, um Fehler innerhalb einzelner Anwendungen einzugrenzen. Bei Bedarf wird anschließend geprüft, ob die Ursache innerhalb des Containers, der Anwendungskonfiguration, der Datenbank, des Docker-Netzwerks oder des Reverse Proxys liegt.

Auf Betriebssystemebene kommen dafür unter anderem Werkzeuge wie `systemctl`, `journalctl`, `ss`, `ip`, `dig`, `ping`,Ghost 5 in einem Docker-Compose-Stack, `traceroute`, `top` und `htop` zum Einsatz.

### Weiterentwicklung

Das Homelab wird kontinuierlich weiterentwickelt und dient mir als praktische Umgebung, um bestehende Kenntnisse zu vertiefen und neue Technologien unter realistischen Bedingungen kennenzulernen.

Geplante Erweiterungen betreffen insbesondere die weitere Härtung des Rootservers, den Ausbau von Monitoring und Backup sowie die Optimierung bestehender Docker-Dienste und ihrer Netzwerkkonfiguration.

Darüber hinaus möchte ich die Umgebung künftig nutzen, um weitere Technologien aus den Bereichen Container-Orchestrierung und Automatisierung praktisch zu erproben. Dazu gehören insbesondere **Kubernetes** und **Ansible**.

Neue Konfigurationen und Änderungen sollen dabei nicht nur umgesetzt, sondern auch getestet und auf NetixForge als nachvollziehbare Praxisbeispiele dokumentiert werden.